So, meine lieben Strickwütigen, heute tauchen wir in die faszinierende Welt des Double Face Strickens ein! Falls du jetzt denkst: „Och, zwei Seiten gleichzeitig stricken, das klingt ja nett!“ – ja, nett ist es… wenn du weißt, was du tust. Falls nicht, kann es passieren, dass du am Ende ein knallbuntes Chaos in den Händen hältst und dich fragst, an welchem Punkt genau du die Kontrolle verloren hast.
Aber keine Sorge! In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du Double Face von Anfang an richtig angehst. Mit dabei: Meine ganz eigenen Struggles mit dem zweifarbigen Kreuzanschlag, der große Moment der Erkenntnis, dass ich die Farben vertauscht habe, und die ewige Frage, warum mein Rand manchmal aussieht, als hätte eine Katze daran geknabbert.
Außerdem bekommst du Tipps zur Garnauswahl, eine kleine Übung zum Nachstricken und natürlich meine passenden YouTube-Videos. Also, auf geht’s!
Die richtige Garnwahl – Denn falsches Garn = doppelte Katastrophe
Bevor wir die Nadeln schwingen, lass uns kurz über Garn reden. Denn das falsche Garn kann dir den Einstieg ins Double Face unnötig schwer machen. Hier ein paar wichtige Punkte:
✅ Glatte, nicht zu fusselige Garne verwenden – Mohair oder Flauschgarne sind hier eher der Endgegner als dein Freund. Glatte Garne wie Baumwolle oder Merino machen es viel leichter, die einzelnen Maschen zu erkennen.
✅ Nicht zu dünn, nicht zu dick – Ein mittleres Garn (z. B. Sport oder DK-Stärke) ist perfekt für den Anfang. Zu dickes Garn macht es klobig, zu dünnes sorgt für Knoten im Hirn.
✅ Beide Farben sollten gleich dick sein – Falls du denkst: „Ach, ich nehme einfach zwei Reste aus meinem Wollvorrat, das wird schon passen!“ – Spoiler: Nein, wird es nicht. Unterschiedliche Garnstärken sorgen für eine ungleichmäßige Spannung, und dann sieht es aus, als ob dein Strickstück unter akuter Identitätskrise leidet.
✅ Farben mit starkem Kontrast wählen – Wenn du Schwarz und Dunkelblau kombinierst, wirst du in etwa so viel erkennen wie eine Fledermaus ohne Echoortung. Besser: Helle und dunkle Farben kombinieren, damit das Muster schön zur Geltung kommt.
Der Maschenanschlag – oder: Zwei Farben, doppeltes Kuddelmuddel?
So, Garn und Nadeln parat? Dann geht’s los mit dem Maschenanschlag!
Ich habe mich für den zweifarbigen Kreuzanschlag entschieden, weil er einfach perfekt für Double Face ist. Er sorgt dafür, dass die Farben von Anfang an genau da sitzen, wo sie hingehören.
Klingt super, oder? Tja, wenn man weiß, wie es geht!
Meine ersten Erfahrungen damit waren… sagen wir mal… leicht verwirrend. Denn die Fadenführung kann einen am Anfang wahnsinnig machen. Zwei Farben gleichzeitig anschlagen? Maschen verdrehen sich gerne mal. Und plötzlich hat man ein Kunstwerk auf der Nadel, das aussieht, wie ein professioneller Seemannsknoten.
Aber keine Panik! Im Video zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du diesen Anschlag meisterst. Und wenn du es einmal drauf hast, wirst du ihn lieben – versprochen!
Die ersten Reihen – aka „Welche Farbe war noch mal dran?“
Jetzt wird’s spannend: Die ersten Reihen im Double Face Look!
Falls du beim Stricken plötzlich das Gefühl hast, in eine Parallelwelt katapultiert worden zu sein, in der Farben und Maschen nach eigenen Regeln funktionieren, dann bist du genau da, wo ich auch war. Denn am Anfang passiert oft Folgendes:
- Die Verwirrung beginnt: Du hast alles brav auf der Nadel, aber plötzlich sieht das Gestrickte ganz anders aus, als du es dir vorgestellt hast.
- Noch mehr Verwirrung: Du denkst, du hast es verstanden – aber dann taucht eine falsche Farbe an der falschen Stelle auf.
- Der große Moment der Erkenntnis: Du hast irgendwo Mist gebaut und musst aufribbeln.
Aber keine Sorge – das gehört dazu!
Mein Tipp:
Kontrolliere nach jeder Reihe kurz, ob die Farben an der richtigen Stelle sitzen. Es ist viel einfacher, einen Fehler früh zu erkennen, als ihn zehn Reihen später mit tränengefüllten Augen aufzutrennen.